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Gesundheit in Bali- Bali info -erlebe-bali hat sich bemüht, die Korrektheit der folgenden Bali Info zu garantieren. Dieser Text wurde unter anderem von einer sachverständigen Instanz geprüft und korrigiert. Wir raten Ihnen, immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, die mit der Sachlage vertraut ist, um den aktuellen Stand der Dinge zu erfahren.Da Bali ein tropisches Land ist, ist das Risiko zu erkranken hier größer als zu Hause. Es gibt mehr Bakterien in einem tropischen Klima. Die feuchte Wärme ist ein guter Nährboden für Krankheitserreger. Obwohl man das Risiko zu erkranken nicht übertreiben sollte, und es Ihnen bestimmt den Genuss der Reise nicht verderben sollte, ist es empfehlenswert, sich gut vorzubereiten und auch vor Ort bewusst mit den Gesundheitsrisiken umzugehen. Vor der Reise können Sie bereits einige Vorsorgemaßnahmen treffen, diese besprechen wir zuerst. Dann erläutern wir, was Sie vor Ort machen können, um Gesund zu bleiben und schließlich erklären wir, worauf Sie achten sollten, wenn Sie wieder zu Hause sind. |
Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise
Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise
Sorgen Sie dafür, dass Sie vor Ihrer Reise Kontakt mit einer kompetenten medizinischen Stelle aufnehmen, wie einem Krankenhaus oder in größeren Städten das Gesundheitsamt. Eine Last-Minute-Reise nach Bali ist für einen gesunden Menschen kein Problem; zur Not können Sie auf dem Flughafen noch zu einer Travel Clinic oder dem medizinischen Dienst gehen. Nehmen Sie auf jeden Fall immer Ihren Impfpass mit, wenn Sie einen haben. Natürlich ist es besser, die Impfungen schon lange im Voraus zu regeln. Bitte wenden Sie sich dazu an ein Institut für Tropenmedizin. Links dazu finden Sie anschließend.
Webseiten Deutschland:
Institut für Tropenmedizin Berlin, www.charite.de/tropenmedizin
Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.deDen Reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter fit-for-travel.de.
Internationale Webseiten:
Nachstehend geben wir Ihnen bündige Informationen über oft vorkommende Krankheiten, die sich auf den gesunden, nicht-schwangeren Reisenden, der nicht länger als 1 Monat in Bali bleibt, richten. Sorgen Sie selber für aktuelle Information.
Malaria
Malaria kommt auf Bali nicht vor. In anderen Teilen Indonesiens kommt Malaria allerdings schon vor. Es gibt große Unterschiede per Gebiet oder Jahreszeit. Ob Sie eine Prophylaxe benötigen, hängt also von Ihrem Reiseplan ab. Wir empfehlen Ihnen, sich von einer der erwähnten medizinischen Instanzen hierüber aufklären zu lassen. Eine Prophylaxe ist ein relativ schweres Mittel, man sollte sich das vorher gründlich überlegen.
Prophylaxe oder nicht, es ist immer wichtig, risikobeschränkende Maßnahmen zu treffen, wie: Abends Arme, Beine und Füße bedecken, ein Mückenmittel mit DEET und ein Mückennetz benutzen. In klimatisierten Hotels haben Sie meistens kein Mückennetz nötig. In manchen Dschungellodges schon. Sie können eventuell ein Mückennetz kaufen, das mit einem mückentötenden Mittel imprägniert ist. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie etwas dabei haben um das Mückennetz aufzuhängen; zum Beispiel ein Tau und einen Haken oder Korkenzieher (Wie ein Schweizer Taschenmesser, aber packen Sie diese Gegenstände nicht ins Handgepäck). Wenn Sie in einem Bergdorf übernachten ist es besonders wichtig, Vorsorgemaßnahmen gegen Malaria zu nehmen, aber wenn es höher als 1500 Meter liegt wird hier kein Malaria vorkommen.
Impfungen
Impfungen gegen DTP (Diphtherie, Tetanus und Polio, ca. 10 Jahre gültig) und Hepatitis A werden empfohlen. DTP haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend erhalten. Nach einer Wiederholungsspritze können Sie es wieder eine Zeit ohne.
Die reguläre Hepatitis A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor die Reise gegeben werden. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie erwägen eine Langzeit-Impfung zu nehmen, wie zum Beispiel Havrix. Denken Sie daran, dass diese Impfstoffe teuer sind und nach 6 Monaten eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden muss.
Auch eine Impfung gegen Bauchtyphus wird empfohlen, außer wenn Sie kürzer als 2 Wochen nach Bali reisen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird nur empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Balireise in einem Gebiet waren, in dem Gelbfieber herrscht.
Dengue und Japanische B-Encephalitis:
Beides sind Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Hier können Sie also dieselben Vorsorgemaßnahmen treffen wie bei Malaria. Für weitere Informationen über diese Krankheit und die aktuelle Information bezüglich eventueller Epidemien können Sie am besten auf den oben erwähnten Websites nachsehen oder Kontakt mit einem medizinischen Institut aufnehmen.
Gegen Dengue gibt es keinen Impfstoff, wohl aber gegen die Japanische B-encephalitis, diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie länger als 6 Monate nach Asien reisen wollen.
Weitere Vorbereitungen
Sie können selber ein Erste-Hilfe-Set für die Tropen zusammenstellen oder kaufen. Eventuell können Sie ein Buch über Gesundheit in den Tropen anschaffen. Bei Tropeninstituten werden oft solche Bücher verkauft, ebenso wie Erste-Hilfe-Sets. Hypochonder werden diese Art Bücher lieben und schon bei den ersten Kopfschmerzen denken, dass sie ernsthaft erkrankt sind (eigene Erfahrung); lesen Sie es also mit etwas Reserve.
Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass Sie ein Drogenkonsument sein könnten. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie auch eine englische Bescheinigung Ihres Arztes mit, in dem die Medikamentverordnung bestätigt wird. Eventuell können Sie auch ein sauberes Set von Spritzen und Nadeln mitnehmen. Denken Sie auch hierbei an ein ärztliches Attest.
Gesundheit vor Ort
Neben der Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und der Fürsorge, dass Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort krank werden. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam: Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie haben, suchen Sie vor Ort den Rat eines Arztes.
Jetlag
Jetlag ist das Durcheinanderbringen Ihrer „biologischen Uhr“, u.a. des Schlaf-Wach-Rythmuss, das durch den Flug über mehrere Zeitzonen entsteht. Die ersten Tage nach dem Flug muss sich der Körper an den neuen Biorhythmus gewöhnen, dadurch können Sie sich müde oder benommen fühlen.
Tipps zur Überwindung des Jetlags:
Es ist ratsam, im Flugzeug wenig Kaffee oder Alkohol zu trinken und nach Ankunft die ersten zwei, drei Tage nicht zuviel von sich zu verlangen. Weiterhin ist es empfehlenswert, sich so schnell wie möglich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen, meistens schlafen wir nach der Ankunft ein paar Stunden und bleiben dann bis zur (Kinder)-Schlafenszeit wach.
Diarrhö
Veränderung des Rhythmusses, Klima und Nahrung (besonders scharfes Essen) können Ihre Därme durcheinander bringen. Solange dies nur gepaart ist mit „dünner Entlastung“ ohne Nebenerscheinungen, können Sie sich am besten ein wenig Ruhe gönnen und dafür sorgen, dass Sie genug trinken. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Orales Rehydrations-Salz) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig. Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es sich so anfühlt, als wenn die Diarrhö vorbei wäre. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht häufig zur Toilette gehen können, also z.B. wenn Sie reisen müssen. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten, oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt auf mit einem Arzt, dann kann mithilfe von Labortests untersucht werden, ob es Grund zur Sorge gibt. In Bali ist man allerdings eher geneigt, Antibiotika zu verabreichen als in Deutschland. Sie werden so meistens Ihre Krankheit los, aber das kann andere Verdauungsprobleme mit sich bringen, da Ihre Darmflora vernichtet ist. Zur Unterstützung Ihres Darms können Sie Lactobacillus Acidophilus-Kapseln einnehmen (eventuell aus Deutschland mitnehmen). Denken Sie daran, dass Alkohol und Antibiotika eine sehr schlechte Kombination bilden, und dass die Antibabypille in Kombination mit Antibiotika eine verminderte Wirkung hat!
Vorsorge gegen Diarrhö:
Trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen, oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffe. Eiswürfel sind am ehesten vertrauenswürdig, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde.
Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder gebacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Hamburger sind (eigene Erfahrung) im Allgemeinen eher risikoreich als das Fleisch, das die lokale Bevölkerung isst. Gegen alle Erwartung ist es im Allgemeinen sicher, in Straßenläden zu essen. Essen Sie hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch, was der Hygiene zu Gute kommt. Auch Restaurants, bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber ist, sind anzuraten. Was die Straßenläden betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, das hat dann manchmal den ganzen Tag ungekühlt gelegen. Ein bewährtes Hausmittel gegen Diarrhö ist das Trinken von Cola und Brühe (nicht unbedingt gleichzeitig). Cola (an die indonesische Sorte muss man sich allerdings gewöhnen) kann man beinahe überall kaufen, und Brühe und einen kleinen Spiralwasserkocher können Sie aus Deutschland mitnehmen.
Bilharziose
Beugen Sie einer Infektion vor, indem Sie nicht in stillstehenden Wasser schwimmen.
Noch ein paar (semi-)medizinische Tipps
Hautpflege
Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster drauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf.
Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor, auch in der Regenzeit. Lassen Sie beim Schnorcheln ruhig Ihr T-Shirt und Ihre (kurze) Hose an!! (Wir machen das auf jeden Fall immer so). Die Sonne ist unglaublich stark am Äquator, auch wenn es bewölkt ist.
Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und benutzen Sie kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. (Sorgen Sie also dafür, dass Sie nicht zu sehr einer Blume ähneln). Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, ist es am Besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat).
Waschen oder desinfizieren Sie ihre Hände nach jedem Toilettenbesuch und kauen Sie lieber nicht an den Nägeln.
Sonnenstich
Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser mithaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen, und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie wenn möglich dort.
Gesundheit nach der Heimkehr
Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann u. U. Monate später sein) Fieber, Darmkoliken oder andere Beschwerden haben, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf und melden Sie wie lange und wo Sie in Bali waren und was Sie dort getan haben. Wenn Sie viel Kontakt mit den Einheimischen hatten ist es vernünftig einen Mantoux-Test machen zu lassen (TBC).